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Allgemeine Informationen zum Lehramtsstudium

Studienkennzahl A 190 406

Lehramtsstudien sind immer kombinationspflichtig, es muss also neben dem Unterrichtsfach "Mathematik" auch noch ein zweites Unterrichtsfach gewählt werden.

Achtung: Durch die aktuellen gesetzlichen Äderungen gibt es für die Studierenden mit Studienbeginn ab dem Wintersemester 2011 auch im Lehramtsstudium eine Studieneingangs- und -orientierungsphase (StEOP). Im Lehramtsstudium besteht die StEOP aus 3 Teilen, einem pädagogischen Teil und je einem Teil für jedes der beiden Unterrichtsfächer. Nach der Richtlinie des Senats ist der pädagogische Teil der StEOP sowie  die StEOP wenigstens eines der beiden Unterrichtsfächer Voraussetzung für die Absolvierung aller weiteren Lehrveranstaltungen des Studiums. Für die StEOP gelten die gesetzlich vorgeschriebenen verschärften Regelungen, insbesondere ist bei den Prüfungen der StEOP nur eine Wiederholungsmöglichkeit vorgesehen. Im Bereich der Mathematik sind diese Verschärfungen absolut unerwünscht, und wir werden versuchen, sie organisatorisch so weit wie möglich abzumildern.

Das Lehramtsstudium "Unterrichtsfach Mathematik" besteht aus zwei Studienabschnitten mit einer Regelstudiendauer von vier bzw. fünf Semestern. Der erste Studienabschnitt wird durch die erste Diplomprüfung abgeschlossen, die allerdings keine eigene Prüfung, sondern einfach eine Zusammenfassung von Lehrveranstaltungsprüfungen darstellt.

Am Ende des zweiten Studienabschnitts ist eine Diplomarbeit im ersten Fach zu verfassen, deren positive Beurteilung Voraussetzung zur Zulassung zum zweiten Teil der zweiten Diplomprüfung ist. (Der erste Teil der zweiten Diplomprüfung ist wieder eine Zusammenfassung von Lehrveranstaltungsprüfungen.)

Im Verlauf des Studiums sind insgesamt zehn Stunden an freien Wahlfächern zu absolvieren. Bei der Auswahl dieser Fächer sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt (so ferne es sich um Universitätslehrveranstaltungen handelt), empfohlen werden aber entweder nicht verpflichtende Lehrveranstaltungen aus Mathematik oder Lehrveranstaltungen aus verwandten (Unterrichts-)Fächern wie z. B. Physik.

Der erste Studienabschnitt

Die Regelstudiendauer für den ersten Studienabschnitt beträgt vier Semester. In diesem Teil des Studiums gibt es kaum Wahlmöglichkeiten, der Ablauf ist durch den Studienplan praktisch vollständig festgelegt.

Durch die neuen Regelungen für die StEOP ist die Zeitplanung für den Studienbeginn eine besondere Herausforderung. Der pädagogische Teil der StEOP ist Voraussetzung für die Absolvierung aller weiteren Lehrveranstaltungen des Studiums und sollte daher unbedingt im ersten Semester absolviert werden. Der mathematische Teil der StEOP wurde möglichst klein gehalten, er besteht nur aus der Prüfung über die Vorlesung "Einführung in das mathematische Arbeiten"und den Schulstoff (bis auf Maturaniveau). Um Studienzeitverzögerungen zu vermeiden sollte auch dieser Teil der StEOP unbedingt im ersten Semester absolviert werden. Im Studienplan sind keine Übungen zur mathematischen StEOP vorgesehen, es ist aber unbedingt erforderlich, sich auch praktisch mit den Inhalten zu beschäftigen ("Mathematik ist kein Zuschauersport" - H.C. Reichl). Daher wird speziell für Studierende im Lehramtsstudium jeweils im Wintersemester ein "Tutorium zur StEOP" angeboten, das im Rahmen der freien Wahlfächer angerechnet werden kann. Der Besuch dieses Tutoriums wird dringendst empfohlen

Studierende, die neben den drei Teilen der StEOP noch Kapazitäten für weitere Mathematiklehrveranstaltungen frei haben, können eine der beiden Vorlesungen "Einführung in die Analysis" und "Einführung in die lineare Algebra und Geometrie" zusammen mit den zugehörigen Übungen schon im ersten Semester zu absolvieren. (In diesem Fall ist der Besuch des Tutoriums zur StEOP weniger wichtig, da die praktische Beschäftigung mit dem Stoff in den Übungen erfolgt.) Diese beiden Einführungs-VO im Sommersemester sind aber jeweils der reguläre Beginn der mehrsemestrigen Lehramts-VO-Zyklen zur Analysis bzw. Linearen Algebra.

Bei schiefsemestrigem Studienbeginn in einem Sommersemester wird dringend empfohlen, zumindest die "Einführung in die Analysis" (VO+UE) schon im ersten Semester zu absolvieren, besser aber sogar beide Einführungsvorlesungen und -übungen. (In diesem Fall ist für die meisten anderen Unterrichtsfächer nur wenig Angebot vorhanden.)

Zusätzlich werden in den ersten Wochen des Semesters (freiwillige) Workshops zur Aufarbeitung des Schulstoffs angeboten, die helfen, unterschiedliche Voraussetzungen auszugleichen. Die Lehrveranstaltung "Hilfsmittel aus der EDV" kann problemlos in das zweite oder dritte Semester verschoben werden.

Im November beginnen dann die beiden Grundvorlesungen "Einführung in die Analysis" und "Einführung in die Lineare Algebra und Geometrie" und die zugehörigen Übungen. Alternativ ist es ohne Beeinträchtigung des Studienfortganges auch möglich die "Einführung in die Lineare Algebra und Geometrie" (mit Übungen) in das zweite Semester zu verschieben.

Da alle Lehrveranstaltungen des ersten Semesters auch in Sommersemestern  angeboten werden, ist es relativ einfach möglich, das Lehramtsstudium im Unterrichtsfach Mathematik schiefsemestrig (also in einem Sommersemester) zu beginnen. Wie schon bemerkt sollte in diesem Fall neben der StEOP zumindest die "Einführung in die Analysis" (VO+UE) schon im ersten Semester absolviert werden, besser aber sogar beide.

Nach den Einführungsvorlesungen (und den zugehörigen Übungen) gibt es für das Lehramtsstudium hauptsächlich eigene Lehrveranstaltungen und nur noch geringfügige Überschneidungen mit dem Bachelorstudium. Für Studierende, die parallel zum Lehramtsstudium auch ein Bachelorstudium Mathematik betreiben, besteht aber natürlich die Möglichkeit, die Lehrveranstaltungen des Bachelorstudiums für das Lehramtsstudium anzurechnen.

Neben den noch fehlenden Einführunngsvorlesungen (mit Übungen), die jedes Semester angeboten werden, sind in den restlichen Semestern des ersten Studienabschnitts im Bereich der Mathematik noch folgende Lehrveranstaltungen zu absolvieren:

  • Hilfsmittel aus der EDV (UE, angeboten in jedem Semester)
  • Analysis in einer Variable für LAK (VO+UE, angeboten in Wintersemestern)
  • Reelle Analysis in mehreren und komplexe Analysis in
    einer Variable für LAK (VO+UE angeboten in Sommersemestern)
  • Lineare Algebra für LAK (VO+UE, angeboten in Wintersemestern)
  • Zahlentheorie (VO+UE, angeboten in Sommersemestern)
  • Eine Schulmathematik-LVA (VO+UE, angeboten in jedem Semester)

Darüber hinaus sind insgesamt (gilt also für beide Fächer, nicht pro Fach!) sechs Stunden aus dem Prüfungsfach "Pädagogisch wissenschaftliche Berufsvorbildung" zu belegen und es ist das zweistündige Pädagogische Praktikum zu absolvieren. Informationen zu den zu absolvierenden Lehrveranstaltungen dieser pädagogisch-wissenschaftlichen-Berufsvorbildung (PWB) und zum pädagogischen Praktikum (PÄP) gibt es hier.

 

Daneben besteht die Möglichkeit, Lehrveranstaltungen aus dem zweiten Studienabschnitt vorzuziehen oder freie Wahlfächer zu belegen.

Im Lauf des ersten Studienabschnitts sollte sich jeder Studierende im StudienServiceCenter Mathematik den Prüfungspass für den ersten Studienabschnitt abholen. Dabei ist ein aktuelles Studienbuchblatt vorzulegen. Die erfolgreich absolvierten Lehrveranstaltungen werden durch den/die Studierende in den Prüfungspass eingetragen, wobei in der Spalte "Unterschrift" der Name des Prüfers/LVA-Leiters angegeben wird.

Abschluss des 1. Studienabschnitts: Sind alle vorgeschriebenen Lehrveranstaltungen absolviert, dann kann der Prüfungspass eingereicht werden. Genauere Informationen dazu finden Sie hier. Einige Tage nachdem der Prüfungspass abgezeichnet wurde können Sie das Zeugnis über die erfolgreich absolvierte 1. Diplomprüfung im StudienServiceCenter abholen.

Der zweite Studienabschnitt

Die Regelstudiendauer für den zweiten Studienabschnitt beträgt fünf Semester. Die zu absolvierenden Lehrveranstaltungen gliedern sich in die Gebiete Mathematik und Fachdidaktik, daneben sind wieder Lehrveranstaltungen zur Pädagogischen wissenschaftlichen Berufsvorbildung zu belegen, diesmal im Ausmaß von insgesamt acht Stunden für beide Fächer (Informationen dazu siehe oben!).

Ein Spezifikum des Lehramtsstudiums stellt das Schulpraktikum dar: Es ist in jedem Lehramtsfach ein sogenanntes Fachbezogenes Praktikum (FAP, dreistündig) zu absolvieren. Allgemeine Informationen zum FAP findet man hier.

Im Lehramtsstudium Mathematik ist ergänzend zum FAP ein fachdidaktisches Seminar zum Schulpraktikum vorgesehen, das an der Fakultät für Mathematik angeboten wird.

Ab SS 16 läuft die Anmeldung zum fachbezogenen Praktikum Mathematik für Studierende über das SSC LehrerInnenbildung, nachdem die Anmeldung zum begleitenden Seminar zum Schulpraktikum im Rahmen der SPL Mathematik erfolgt ist (beide LVA sollen im selben Semester absolviert werden).

Nochmals sei an die freien Wahlfächer erinnert, die im Gesamtumfang von zehn Stunden im ersten und zweiten Abschnitt absolviert werden müssen.

Im Laufe des zweiten Studienabschnitts kann der Prüfungspass für den zweiten Abschnitt im StudienServiceCenter abgeholt werden. Die absolvierten Lehrveranstaltungen werden wieder im Prüfungspass eingetragen.

Die Diplomarbeit

Die Abfassung der Diplomarbeit  (nur im ersten Fach) ist die größte Einzelaufgabe während des gesamten Studiums. Damit ist die Wahl des/der BetreuerIn und des Themas der Diplomarbeit von großer Bedeutung. Grundsätzlich kommen als BetreuerInnen alle habilitierten Fakultätsmitglieder in Frage. Wird eine Betreuung durch ein Fakultätsmitglied ohne Habilitation oder jemanden Externen gewünscht, so muss das extra genehmigt werden, kontaktieren Sie in solchen Fällen bitte das zuständige Mitglied der SPL.
Die möglichen Richtungen für Diplomarbeiten orientieren sich natürlich nach den an der Fakultät für Mathematik vertretenen Forschungsrichtungen, wobei die Fachdidaktik die spezifische Wissenschaft für (zukünftige) Lehrende ist. Es sei aber betont, dass eine fachmathematische Diplomarbeit ebenfalls für Lehramtsstudierende möglich und auch sehr sinnvoll ist.

Anmeldung des Diplomarbeitsthemas:Sobald BetreuerIn und Thema der Diplomarbeit feststehen, sollten diese offiziell angemeldet werden. Dazu wird ein im SSC erhältliches ausgefüllt und von DiplomandIn und BetreuerIn unterschrieben. Der/die Studierende muss außerdem die Kenntissname der Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis durch eine Unterschrift bestätigen. (Weitere Informationen zu diesem Thema sind im StudienServiceCenter erhältlich.) Die unterschriebenen Formulare werden im StudienServiceCenter  abgegeben. Die Unterschriften von Dekan und SPL werden durch das StudienServiceCenter besorgt. Das angegebene Thema (und auch der/die BetreuerIn) sind nicht bindend, es ist aber für die Fakultät wichtig, DiplomandInnen rechtzeitig zu erfassen. Eventuelle Änderungen bitte im StudienServiceCenter bekannt geben.

Der Abschluss des Studiums

Die absolvierten Lehrveranstaltungen des zweiten Studienabschnitts werden wieder im Prüfungspass eingetragen. Sind alle vorgeschriebenen Leistungen erbracht, dann kann der Prüfungspass eingereicht werden, weitere Informationen dazu finden sich hier (Einreichung des Studienpasses bei Vize-SPL Auinger; bitte ein aktuelles Studienblatt, Diplomprüfungszeugnis des ersten Abschnitts und Sammelzeugnis mitnehmen). Studierende mit Erstfach Mathematik erhalten dabei auch die Unterlagen und Formulare die zur Einreichung der Diplomarbeit nötig sind.  Diese sind hier auch online verfuegbar.

Im zweiten Teil der zweiten Diplomprüfung werden beide Fächer mündlich geprüft. Der/die erste Prüfer/in ist Fachmathematiker/in (meist der/die Betreuer/in der Diplomarbeit), daneben muss ein/e zweite/r aus dem zweiten Fach gewählt werden. (Hier gibt es einige Ausnahmen: beim Zweitfach Religion, Informatik oder  einigen künstlerischen Fächern wird von einem Prüfer Fachmathematik, vom zweiten Fachdidaktik geprüft. Das zweite Fach wird dann noch extra geprüft, außer im Fall Informatik.) Behandelt wird dabei u. a. das wissenschaftliche Umfeld der Diplomarbeit. Wenn die Absolvierung der vorgeschriebenen Lehrveranstaltungen und die Fertigstellung der Diplomarbeit absehbar sind, sollte also ein(e) PrüferIn aus dem zweiten Fach gewählt und der Stoff für die Diplomprüfung ausgemacht werden.

Administrativ wird der Abschluss des Studiums hauptsächlich von jenem StudienServiceCenter bzw. Prüfungsreferat abgewickelt, das für das Erstfach (also für das Fach, in dem die Diplomarbeit verfasst wurde) zuständig ist.

Studierende mit Zweitfach Mathematik erhalten einige Tage nachdem der Prüfungspass eingereicht wurde am StudienServiceCenter Mathematik ein vorläufiges zweites Diplomprüfungszeugnis für den mathematischen Teil ihres Studiums. Dieses Zeugnis wird nur zur Abwicklung des Studienabschlusses an dem für das Erstfach zuständigen StudienServiceCenter bzw. Prüfungsreferat benötigt, wo die weiteren Schritte durchgeführt werden.

Ablauf bei Erstfach Mathematik: Für die Diplomarbeit gibt es ein Musterdeckblatt  (als Word-File). Das Deckblatt sollte aber jedenfalls nach den jeweils aktuellen Regeln gestaltet werden:diese finden Sie hier. Das nötige Uni-Logo findet sich hier. Bitte halten Sie das Format  ein. Ist die Diplomarbeit zur Zufriedenheit des/der BetreuerIn abgeschlossen, müssen zwei gebundene Exemplare hergestellt werden. Seit 4. August 2008 ist für Diplomarbeiten im Bereiche der SPL Mathematik eine elektronische Plagiatsprüfung verpflichtend vorgeschrieben. Dazu muss die Diplomarbeit vor der Einreichung der gebundenen Versionen elektronisch in  PDF-Format hochgeladen werden (dabei muss die gesamte Arbeit in einem File vorliegen). Ein ausführliches Informationsblatt dazu findet sich hier. Die Bestätigung über die erfolgte Hochladung muss bei der Einreichung der gedruckten Versionen vorgelegt werden.  

Mit dem Vorsitzenden  und den beiden PrüferInnen wird dann ein Termin für den zweiten Teil der zweiten Diplomprüfung vereinbart. Der Prüfungtermin (Zeit und Ort) sowie die Prüfer und Prüfungsfächer und der Vorsitzende werden in ein Anmeldeformular eingetragen, das der Vorsitzende mit Unterschrift genehmigt.

Bei der Einreichung der gebundenen Exemplare der Diplomarbeit im StudienServiceCenter wird der Termin offiziell angemeldet. Die nötigen Formulare und ein Merkblatt mit den weiteren nötigen Unterlagen finden sich hier. Nach dem zweiten Teil der zweiten Diplomprüfung erhalten sie ein Merkblatt, das die restlichen Schritte bis zur Sponsion beschreibt.

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